Die Düntzfeldt-Karte »Carte von denen Wiedischen und Nieder Isenburgischen Landen, mit den daran gräntzenden Landen, Ortschaften und Flüssen nebst dem Prospect vom Schloß und Flecken Isenburg« geschaffen 1772 von Lieutenant-Ingenieur Friedrich Düntzfeld.

Soll man etwas zur »Düntzfeldkarte« schreiben, muß man unbedingt den alles aussagenden Satz von Dr. Hellmuth Gensicke vorausschicken, den er in seinem Buch »Landesgeschichte des Westerwaldes« für seine Einleitung prägte: »Das so in mehrere Kleinlandschaften zerfallende Westerwaldgebiet hat nie den Weg zu einer politischen Einheit gefunden«.

 

Düntzfeldt-Karte

Und genau dieses Bild vermittelt die nun, nach über zweihundert Jahren, von der Druckerei Bert & Jörg Rahm-Drucktechnik in Asbach wieder aufgelegte Düntzfeld-
karte. Sie zeigt dem Betrachter eine unter zahlreiche Fürsten, Grafen, Barone und
andere Feudalherren aufgeteilte Westerwälder Heimat. Die Düntzfeldkarte, dieses
unbedingte Muss für einen jeden echten »Wäller« zeichnet in bestechender
Farbbrillianz auf stolzen 70 x 100 cm Blattformat (Größe d. Originals 60,5x106cm)
ein Bild unserer Heimat, wie es farbiger von keinem Künstler erdacht werden kann.

 

Die Geschichte dieses meisterhaft kolorierten Kupferstiches aus dem 18. Jahr-
hundert ist heute leider nicht mehr nachvollziehbar. Weder wissen wir welcher Landesherr noch welche Dienststelle der Auftraggeber für das Anfertigen der Karte
war. Genauso wenig ist der Weg nachvollziehbar den diese Karte zurücklegte, ehe
sie letztendlich das Landeshauptarchiv in Koblenz erreichte, in dem sie heute unter
der Archiv-Nr. 702/683 archiviert ist. Unter dem Titel. »Carte von denen Wiedischen
und Nieder Jsenburgischen Landen, mit den daran gräntzenden Landen, Ortschaften und Flüssen nebst dem Prospekt vom Schloss und Flecken Isenburg« verbirgt sich
eine Rahmenkarte die den weiten Bogen von Bonn nach Freusburg und weiter nach Osten hinaus, hinunter nach Weilburg, dann über Limburg und Nassau nach Koblenz und zurück über Andernach nach Bonn spannt. Sehr schön anzusehen sind die
genauen Wiedergaben der Flussläufe und großen Straßen, der Wälder, der Berge
und der Höhenzüge. Faszinierend auch die Wiedergaben der in verschiedenen
Farben kolorierten Territorialgrenzen, der ausgemalten Ortsignaturen und die in
ihrer ganzen Wehrhaftigkeit in ihren Grundrissen gezeichneten größeren Städte
und Festungen wie Ehrenbreitstein, Nassau, Limburg oder Montabaur, um
nur einige zu nennen. Geschaffen wurde dieses Meisterwerk von Lieutenant
Ingenieur Johann Friedrich Düntzfeld im Jahre 1772. ...


Und mitten in all diesem bunten Treiben lag unser zu Kur-Köln gehörendes
Amt Altenwied, bestehend aus den Kirchspielen Asbach, Neustadt (Wied) und Windhagen. Damals schon durch eine Reform zusammengefasst mit den
ebenfalls kölnischen Ämtern Linz und Neuerburg zum Amt »Alte Grafschaft
Wied« wie man in der Karte lesen kann.... Zum Schluss noch eine wichtige
Kleinigkeit zur Karte, der Maßstab. Er ist in etwa 1:100 000 oder anders aus-
gedrückt, eine Wegstunde (ca. 5 Kilometer) entsprechen in etwa 40 Karten-
millimetern.

Die Karte wurde auf einem Druckbogen im Format 100 x 70 cm, Druck-
verfahren Offset, vierfarbig nach Euroskala, auf Kunstdruckpapier 150g
Job Parilux, halbmatt weiß, gedruckt und hat in etwa das Kartenformat
von 89 x 68 cm. Alle Karten auf der Rückseite fortlaufend nummeriert.


Kosten:

Die Karte wurden in Zusammenarbeit mit dem Heimatforscher
Horst Weiß, Jungeroth, aufgelegt und ist ausschließlich bei:

Bert & Jörg Rahm-DruckTechnik · Hauptstr. 47 · 53567 Asbach,
Telefon (0 26 83) 45 93 · Fax 49 45 erhältlich.

Karteneinzelblatt á € 25,00. Auf Wunsch ist die Karte auch
gerahmt erhältlich á € 102,00.
(Alle Preise zzgl. Versandkosten und Mehrwertsteuer.)