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Die Karte hat einen hohen Erinnerungswert und ist daneben ein seltener Beleg von allgemeiner geschichtlicher Bedeutung. Setzte doch das Flächen deckende Vermessen der Besitztümer im Rheinland und den angrenzenden Landschaften erst nach dem Einzug der französischen Revolutionstruppen bzw. mit dem Anschluss des Rheinlandes an Preußen ein. Angefertigt wurde die Karte damals 1. für die verzeichneten Besitzer der Ländereien und 2. für die hohe Obrigkeit, also die Kellnerei (Finanzamt) des Amtes Altenwied auf der Burg Altenwied und für die kurfürstliche Rentkammer (Finanministerium, obere Finanzbehörde) zu Bonn. Beide Behören interessierte jeweils die Zehntmenge (Geldwert) wegen der zu erhebenden Zehntsteuer. Die in der Karte verzeichneten Besitzer, die Familien Limbach und Schwamborn, die Pfarre Asbach bzw. der amtierende Ortspfarrer, der Hof Petzborn und der kurfürstliche Hof bzw. die Rentkammer zu Bonn legten Wert auf eine solche Karte gleich aus mehreren Gründen.
Der erste Grund war natürlich die finanzielle Seite oder die zu erwartende Menge der Zehnt Einnahmen. Der zweite Grund war die Verteidigung des Besitzes oder die Möglichkeit eines Eigentumsnachweises mittels einer solchen Karte. Gerade die hier vorliegende Karte ist ein eindeutiges Beispiel für den oben genannten zweiten Grund, denn die beiden Landmesser, der kurkölnische Hoflandmesser Jacob Meurer und der vereidete Landmesser Joés Peter Marnet waren auf die Führung des Peter Zimmermann angewiesen.
Er führte sie in den »zehnt gründen (...) Von stein zu stein und mahlen«. Also waren keine Karten vorhanden. Und dabei wurde auch, wohl zum ersten Male, maßstäblich gemessen und gezeichnet. Die von dem vereideten Landmesser Paul von Löhe in den Jahren 1719 bis 1721 für die Kirche und Bruderschaft Asbach sowie die Kapellen Ütgenbach und Buchholz durchgeführten Vermessungsarbeiten für deren Ländereien hatten noch als Ergebnis ein »Register der Ländereien« bestehend aus Flurname bzw. Flurbeschreibung und Flächengröße der einzelnen Stücke, getrennt nach Land, Wiese und Wald (Büsch) als Ergebnis. Nötig geworden waren alle diese Messtätigkeiten durch die Ver- wüstungen und Zerstörungen die der Durchzug der Schweden im Jahre 1632, während des Dreißigjährigen Krieges, hinterließ. Bei diesem Kriegszug wurde nicht nur die Burg Ehrenstein zerstört, sondern wohl auch viele Unterlagen und Aufzeichnungen die in der Asbacher Kirche oder im »Withumbs Hoff« (Pfarrhof, so verzeichnet u. a. 1660 im Lagerbuch des Amtes Altenwied) archiviert waren. Zum Zweiten weil Bonn als Residenzstadt des Kölner Kurfürsten und Erzbischof, der sich im Spanischen Erbfolgekrieg (1701-1714) auf die Seite der Franzosen und gegen den deutschen Kaiser stellte, dreimal angegriffen und einmal dabei völlig (bis auf ein Wohnhaus) zerstört wurde.
Die Karte wurde auf einem Druckbogen im Format 100 x 70 cm, Druck- verfahren Offset, vierfarbig nach Euroskala, auf Kunstdruckpapier 150g Job Parilux, halbmatt weiß, gedruckt und hat in etwa das Kartenformat von 89 x 68 cm. Alle Karten auf der Rückseite fortlaufend nummeriert.
Kosten:
Die Karte wurden in Zusammenarbeit mit dem Heimatforscher Horst Weiß, Jungeroth, aufgelegt und ist ausschließlich bei:
Bert & Jörg Rahm-DruckTechnik · Hauptstr. 47 · 53567 Asbach, Telefon (0 26 83) 45 93 · Fax 49 45 erhältlich.
Karteneinzelblatt á € 25,00. Auf Wunsch ist die Karte auch gerahmt erhältlich á € 102,00.
(Alle Preise zzgl. Versandkosten und Mehrwertsteuer.)
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